Laserepilation
Das neue Epilationsverfahren (QOOL-epilation™) zeichnet sich durch die höchste Wirkungsselektivität, zerstört dabei den Haarschaft und hat keine Wirkung auf die umliegenden Gewebe.
Während der Behandlung kann ein Patient nur leichtes Ameisenkriechen beim Treffen der Laserstrahlung auf das Haar empfinden. Bei der wiederholten Bestrahlung des Bereiches ist dieser unempfindlich. Der Patient hat keine Empfindung auch in dem Fall, wenn auf dem bestimmten Bereich überhaupt keine Haare vorhanden sind (z. B. auf der Handfläche oder äußeren Handfläche).
Die fast vollständige Abwesenheit von Schmerzempfindung ermöglicht es, solche Hautbereiche zu behandeln, wie Gesichtsbereich, Achselhöhlen und Bikinizone. Anästhesie oder spezielle Kühlung werden dabei nicht verwendet.
Der Pigmentierungsgrad der Haut ist ohne Bedeutung bei dem neuen Epilationsverfahren. Die Strahlungsparameter sind so ausgewählt, dass die Strahlung nur auf das Melanin in den Haaren und nicht auf das Melanin in der Haut zerstörende Wirkung hat. Dadurch kann der Patient direkt vor und auch nach der Behandlung sonnenbaden oder ein Solarium besuchen. Auf diese Art und Weise lässt das neue Verfahren sicher und ohne jegliches Risiko für den Patienten Haare entfernen. Aber wie wird dies erreicht? Das "QOOL -epilation™"-Verfahren basiert auf der Verwendung einer besonderen Art der Laserstrahlung: die Millisekunden Reihenfolge von Nanosekunden-Laserpulsen. Bei der Wirkung eines leistungsstarken Nanosekunden-Laserpulses auf Melanin (Pigment) in Haaren erfolgt eine wesentliche Steigerung des Koeffizienten der Strahlungsabsorption durch Melanin (Effekt nichtlinearer Absorption) im Vergleich mit dem üblichen Absorptionskoeffizient.
Die Zeit, in der ein aufgewärmtes Objekt die Wärmereste in das umgebende Gewebe abzugeben vermag, und die Pausen zwischen Laserpulsen, die mit der Zeit thermischer Relaxation der Haut vergleichbar sind, ermöglichen es, ein Haar selektiv zu erwärmen ohne dabei die Haut zu überhitzen. Das Haar akkumuliert die Wärme von einem Laserpuls zum anderem, und die Haut erkühlt sich in der Pausen zwischen den einzelnen Pulsen. Dieses Mechanismus kann nur bei der Verwendung der so genannten Q–switched Laserpulsen mit der bestimmten Energiedichte funktionieren.
Außer der Erwärmung sind die Haare den mechanischen Wirkungen ausgesetzt, die dadurch hervorgerufen sind, dass ein Anteil der Energie eines Nanosekunden-Pulses für die Erzeugung einer akustischen Welle verbraucht wird, die bei der Verbreitung aus einem Melaninpartikel die Haarstruktur mechanisch zerstört.
Die Leistungsparameter der Pulsfolgen sind so berechnet, dass die Leistung eines jeden Pulses für die Steigerung des Koeffizienten der Strahlungsabsorption durch Melanin und für die Zerlegung eines geringfügigen Haarvolumen ausreichend ist. Dadurch wird die Pulsenergie effizienter genutzt und es findet keine Verletzung von umgebenden Geweben statt. Durch die Zerstörung eines Teils des Haars „räumt“ jeder Impuls den Weg frei für den nächsten Impuls, wodurch die Voraussetzungen für eine schichtweise Zerstörung des ganzen Haars gewährleistet werden.
Die zur Epilation verwendeten Strahlungswellen mit einer Länge von 1079 nm dringen tief in die Haut ein, was die Entfernung aller Haare garantiert. Die Parameter der Pulsfolge (Pulsdauer, Pausen zwischen Pulsen, Energie einzelner Pulse) sind unterschiedlich bei der Entfernung verschiedener Haare. Zum einfacheren Betrieb des Gerätes sind alle erforderlichen Parameter in einem integrierten Computer gespeichert und werden bei der Eingabe der Information über die Haare und die Haut eines Patienten durch den Bediener automatisch eingestellt.
Das "LINLINE" Verfahren vereint in sich die Vorteile traditioneller Haarentfernungsverfahren: des Verfahrens mit Langzeitimpulsen, das bei den Alexandrite-, Rubin-, Dioden-, und Neodym-Laser eingesetzt wird, und des Verfahrens mit Kurzzeitimpulsen, das auf der Defragmentierung der Haare durch einzelne Nanosekunden-Pulse basiert, jedoch keine Nachteile der genannten Verfahren hat.
Das Kurzzeitimpulse-Verfahren ist gekennzeichnet durch eine Eindringungstiefe der Strahlung in die Haut, die zur vollständigen Enthaarung nicht ausreichend ist.
Beim Langzeitimpulse-Haarentfernungsverfahren übertrifft die Wirkungsdauer eines Laserimpulses die Zeit der thermischen Relaxation von Haaren (2-5 Millisekunden) wesentlich und ein beträchtlicher Wärmeanteil wird in die Haut übertragen. Das in der Haut befindliche Melanin absorbiert auch die Strahlungsenergie, und weil dabei die Wirkungsdauer eines Impulses die Zeit der thermischen Relaxation der Haut wesentlich überschreitet, kann sich die Haut nicht abkühlen. Dadurch wird die Überhitzung der Haut und häufig deren Koagulation verursacht. Verwendung von Kühlungssystemen reduziert die Schmerzschwelle, verhindert jedoch nicht die Überhitzung der tief liegenden Hautschichten und vermindert nicht das Risiko der Narbenbildung.
Verwendung: Haarentfernung bei jedem Phototyp der Haut.
Volle Behandlung: ein Behandlungskurs für die Haare in der aktiven Wachstumsphase.
Verwendeter Laser: Nd:YAP/Q-switched (dunkle Haare), RUBY/Q-switched (helle Haare).
Das Verfahren ist patentiert und darf ausschließlich durch die Firma LINLINE GmbH verwendet werden.
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